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March 2013


Zwei erste Plätze beim euRobotics Technology Transfer Award 2013



Brüssel, 25. März 2013 – Zum zehnten Mal wurde der euRobotics Technology Transfer Award verliehen. Den ersten Preis teilen sich SenseFly und das Labor für Intelligente Systeme der EPFL, Lausanne mit Ihrer Entwicklung von autonomen Miniaturdrohnen für zivile Zwecke sowie das DLR, Grenzebach Maschinenbau und KUKA für einen roboterbasierten Flugsimulator für Trainingszwecke von Piloten. 16 Bewerbungen gingen im Vorfeld ein, wovon 5 Finalisten zu einer Endrunde eingeladen wurden. Die Endauswahl fand im Rahmen des European Robotics Forum in Lyon statt, wo sich vom 19. – 21. März rund 300 Forscher aus ganz Europa trafen, um über eine neue Forschungsagenda für die Robotik in Europa zu beraten.

Martin Hägele, Abteilungsleiter für Robotersysteme beim Fraunhofer IPA koordinierte wie jedes Jahr den euRobotics Technology Award. Die Wahl fiel der Jury dieses Jahr besonders schwer. “Noch nie hatten wir so viele exzellente Bewerbungen mit Forschungsergebnissen aus dem universitären Umfeld, die entweder direkt in kommerziellen Produkten endeten oder von der Industrie verwertet wurden.", sagt Martin Hägele. Die beiden Produkte der Siegerteams könnten unterschiedlicher nicht sein und machen die Bandbreite der Robotik deutlich.

Die autonome Miniaturdrohne kommt in Rettungsmissionen und zur Datensgewinnung für geographische Informationssysteme zum Einsatz. Der kleine Flugroboter beinhaltet ein vision-basiertes Kontrollsystem, das autonom die Flughöhe, -eigenschaft und kollissionsfreie Flug reguliert. Vorbild für den Miniroboter waren Insekten: das Kontroll- und Bildverarbeitungssystem basiert auf optischen Signalströmen die aus verschiedenen Einfallwinkeln extrahiert werden. 100 der Minidrohnen wurden von SenseFly bereits in 45 Länder verkauft. Sensefly wurde 2012 gegründet, als spinn-off der EPFL und ist bereit zu einem führenden Hersteller von Minidrohnen zur Datengewinnung für geographische Informationssysteme geworden. Diese Systeme werden für verschiedene Anwendungen benötigt, bspw. für Bau- und Konstruktionsüberwachung, Bergau, Landwirtschaft und Flächenmanagement sowie humanitäre Hilfe.

Der roboterbasierte Flugsimulator für Trainingszwecke von Piloten verwendet ein Standard-Industrierobotersystem als Bewegungsplattform, die die Bewegungen eines Flugzeugs mit allen Bewegungen perfekt simuliert. Da ein normaler Industrieroboter verwendet werden kann, ist der roboterbasierte Flugsimulator eine kostengünstige Alternative zu anderen Simulatoren. Der Preis liegt bei rund 1 Million Euro; andere Flugsimulatoren kosten 7-25 Millionen Euro. Besonders für Flugschulen mit kleineren Flugzeugen ist der roboterbasierte Flugsimulator attraktiv, da die Zahl der "realen" Stunden in der Luft um bis zu 75% gesenkt werden können und die Trainingsqualität signifikant steigert. Ein Prototyp eines Flugsimulators für den Flugzeugtyp Diamond DA42 ist bereits entwickelt worden  – mehr als 20 Systeme wurden bereits bestellt.


Die anderen drei Finalisten des euRobotics Technology Transfer Award sind:
- ROBmade – vorfabrizierte 3D- Wand- und Fassadenelemente aus Bausteinen realisierte mit Roboter-Technologie – Kooperation der ETH Zurich, Keller AG Ziegeleien und ROB Technologies AG
- Aktiven Kontaktflansch ACF, Kooperation von FerRobotics Compliant Robot Technology und Johannes Kepler University Linz
- Prensilia – anthropomorphe Roboterhand – Kooperation der Prensilia Srl und Scuola Superiore Sant'Anna

Der euRobotics Technology Transfer Award hat sich als Beispiel für erfolgreiche Zusammenarbeit von Industrie und Universität etabliert. Ich bin begeistert von den vielen innovativen Produkten, die sich in den letzten Jahren auf dem Markt etabliert haben.", sagt Henrik A. Schunk, Geschäftsführender Gesellschafter von SCHUNK und Vorsitzender von EUnited Robotics.

Der Technology Transfer Award wird an Gruppen oder Organisationen vergeben, die erfolgreich ihre Forschungsergebnisse in reelle kommerzielle Systeme umwandeln konnten. Da unsere Mitglieder sowohl Forschungseinrichtungen als auch die Industrie umfassen, spiegelt dieser Preis unsere grundlegende Einstellung wider.

Der Technology Transfer Award wird jährlich für herausragende Innovationen auf dem Gebiet der Robotik und Automation vergeben. Damit soll Excellence in der angewandten Forschung und der Technologietransfer zwischen Forschung und Industrie ausgezeichnet und gefördert werden.

Der Award wird vom europäischen Robotik-Verband EUnited Robotics unterstützt und von den folgenden Mitgliedern aus der Industrie gesponsort: ABB, KUKA Roboter, COMAU, Güdel und Schunk.


EUnited Robotics wurde 2004 als europäischer Robotik-Verband von namhaften europäischen Roboterherstellern gegründet. EUnited Robotics versteht sich als Stimme der Hersteller von Robotern, Komponenten und Systemintegratoren in Europa sowie als Kooperationsplattform zwischen allen Interessenvertretern – von Forschungsinstituten über nationale Verbände bis hin zu Endkunden.

Mitglieder:  ABB (Sweden), COMAU (Italy), Güdel (Switzerland), ISRA Vision (Germany), KUKA Roboter (Germany), Reis Robotics (Germany), SCHUNK (Germany), Spinea (Slovakia) and SUMITOMO (Germany)

Kooperationspartner:  DLR German Aerospace Centre (Germany), Fraunhofer IPA (Germany), and Technische Universität München (Germany).

Kontakt:

EUnited Robotics
European Robotics Association

Anne Wendel
Tel: +32 2706 82 22
E-mail: anne.wendel@eu-nited.net

Download:

 


Finalists of the 2013 euRobotics Technology Tranfer Award at the European Robotics Forum gala dinner in Lyon, France
Source:  Innorobo, Lyon
EUnited Robotics - lowres EUnited Robotics logo

Press release (PDF) - "Zwei erste Plätze beim euRobotics Technology Transfer Award 2013"


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